Lissabon und drumherum . . . und Aua

Die Mädels an der Rezeption in Cascais gaben mir den Tipp doch mal in Sesimbra anzuhalten wenn ich doch sowieso nach Setubal wolle. Es sei quasi auf dem Weg, viel viel schöner und weiterfahren könne ich ja dann immer noch. Recht hatten Sie, der Ort ist wirklich schön. Der Hafen aber weniger. Ich habe hier direkt auch ein paar Deutsche Pärchen getroffen die hier überwintern wollen: Monika und Klaus mit der Tadea auf ihrer Weltumseglung sowie Heike und Fernando von der Vision, die beide die portugisiesche Küste erkunden. Ist ja wirklich nett, die beidem haben mir auch gleich beim anlegen geholfen und mir den Platz zugewiesen. Der Hafenmeister war wohl gerade zum Kaffee 🙂 Richtig überrascht war ich im Hafenbüro, die Preise hier sind ja unglaublich billig . . . gut ein paar Tage später wird mir auch klar was zwei Gründe dafür sind. Der Wind steht zuerst ein wenig ungünstig, so stinkt es die nächsten zwei Tage so nach Fisch das ich den nächsten Tag schon weiter will. GottSeiDank dreht der Wind wieder, doch noch einen Tag später wird das wahr was Klaus mir auch schon prophezeit hat. Nun bekomme ich für einen Tag den Geruch der Abwasseraufbereitung mit, Urgs. Ich bleibe dennoch, das Internet ist hier so schnell, das ich beschließe meine schon lange überflüssige Datensicherung endlich zu starten. Da ich alle meine Daten in die AmazonCloud kopiere bin ich da ein paar Tage beschäftigt. Aber das ist schon echt cool bei Amazon. unbegrenzt Speicherplatz für 70 Eur im Jahr. Dabei habe ich dann noch ein extrem cooles Tool für den Datenabgleich gefunden: SynchBackPro, das kann auch einen FTP synch, extrem hilfreich für meinen Blog.
Sesimbra ist schon echt schick, der Hafen ist nur ein wenig weit weg vom Schuss, so baue ich mal das Fahrrad zusammen. Viel weiter als bis in den Ort komme ich damit aber kaum, der Ort ist ringsum von Bergen umgeben, selbst mit dem kleinsten Gang komme ich oben völlig außer Atem an. Dann lohnt es sich aber wirklich, ein Atemberaubender Blick über einen Naturpark bis nach Lissabon. Ganz oben ist auch ein Aldi 🙂 da habe ich mich mit Fleischsalat, Nürnberger Rostbratwürstchen und Sauerkraut eingedeckt, fast wie Weihnachten.

  • Street Art Lissabon und drumherum
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  • Street Art Lissabon und drumherum
  • Coole Toilette
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Jetzt kommt auch Daniel ein ehemaliger Arbeitskollege aus Kohlberg mit seinem Freund Oliver über ein verlängertes Wochenende vorbei. Die beiden haben vor kurzem Ihren Segelschein gemacht und wollen ein wenig Praxis sammeln. So hole ich die beiden aus Lissabon ab, die Marina Parque dos Nacioes liegt direkt neben dem Flughafen. Die Marina liegt ganz im Nordosten von Lissabon, die Rio Tejo gegen die die Tide hinab zu fahren macht nicht wirklich Spass und wir auch noch Proviant kaufen müssen bleiben wir den ersten Tag in Lissabon. Die beiden waren beide noch nicht hier und so kann ich ein wenig meine Fremdenführerfähigkeiten ausprobieren. Den nächsten Tag geht es denn auch endlich segeln. Wir müssen allerdings schon früh aufstehen, da der Strom bereits um 6 Uhr morgens kippt. Um 8 Uhr abzulegen reicht aber auch. So geht den Rio Tejo hinunter. Als wir über die Barre Richtung Caiscais wollen hat der Wind tüchtig aufgefrischt, hier steht nun leider der Wind gegen den Strom, ich sagte den beiden noch, es könne ein wenig ruppig werden, das wurde es dann auch . . . Da wurden dann gleich noch die Fische gefüttert.

Am Nachmittag in Cascais gibt es dann gleich auch wieder eine Flasche Wein und einen kleinen Schrecken, der Rodkicker hat sich verbogen . . . gut und schlecht, wie man es nimmt. Ich bin ja froh, das es jetzt noch passiert ist. So kann ich das auch noch im Winter überarbeiten.
Den nächsten morgen ist gar kein, aber wirklich gar kein Wind, so entscheiden wir den Tag in Cascais zu bleiben. Ich kann so meine neuen Spielzeuge, wie den „Streaming Video“ Raspberry  installieren. Dank geballter Medientechnikkompetenz von Daniel  und Oliver können wir auch abends noch einen Teil der Bourne Identity Reihe schauen. Von dem 3er Raspberry bin ich echt beeindruckt, ich werden mir noch einen für den Fernseher in der Achterkajüte kaufen.
Nun geht es wieder zurück nach Lissabon, wieder in die Parque dos Nacioes Marina, da brauchen die beiden dann kein Hotelzimmer für den Abend und wir können noch ein wenig in die Altstadt von Lissabon.

Über einen kurzen Abstecher in Sesimbra, bei dem ich das schnelle Internet dort nutze um meine Datensicherung zu ende laufen zu lassen geht es doch noch einmal in das Docca da Alcantara. Ich bleibe ich dann doch eine ganze Woche und schaue mir noch richtig viel in Lissabon an.

Dann endlich nach Seixal. Eigentlich wollte ich hier ankern, als ich aber in die Bucht einfahre sehe eh einen freien Platz am Steg, die nOa passt genau hinein, cool. Als ich die Preise sehe wird es noch cooler: Im Winter am Tag ca 13 Eur, in der Woche knapp 80 und im Monat 250.  Also erst mal ’ne Woche bleiben und dann in den Tagus.

Es sollte anders kommen: Am dritten Tag an dem ich hier liege will ein Schiff längstseits kommen. Als ich nun so helfen will festzumachen bin ich ein wenig schlaksig und zu schnell mit den falschen Schuhen unterwegs und rutsche zwischen meinem Schiff und dem Steg aus, dabei kugelt sich mein Arm aus, na klasse! Also Krankenwagen rufen . . .  das bekommste ja so nicht hin . . . die erste Frage war dann wie alt ich denn sei, alle um mich herum haben ein paar Fragezeichen im Gesicht . . . 49 lasse ich ausrichten . . . die Ambulanz kommt aber trotzdem, Glück gehabt.
Im Krankenhaus dauert des dann zwei Stunden bis alles abgeschlossen ist. Die Ärztin sagt auch noch, wie häufig im Leben gibt es ein erstes Mal, dieses sei meins mit dem Arm, ich solle jetzt nur alles weiter richtig machen, sonst hätte ich dieses Problem bald wieder . . . ich bin echt froh dieses erste Mal mit Ihr zu haben.

Klasse nun heißt es erst einmal alles umplanen, meine Schwester meint allerdings entgegen den Ärzten hier, ich solle schnell den Arm wieder bewegen, damit er nicht von seiner Beweglichkeit her nicht eingeschränkt bleibt. Ich könne also nach ca einem Monat wieder anfangen den Arm eingeschränkt zu belasten. Das sind ja auch schon mal gute Nachrichten. Da kann ich den Motorumbau noch für Mitte Januar einplanen. Es hätte mich auch schlimmer treffen können, Seixal ist schon ein schöner Ort und die ganze Infrastruktur vor der Nase direkt am Steg ist schon echt nett.

Die Tage vergehen, Weihnachten rückt immer näher, viel machen kann ich nicht, der Blog wird noch mit der ersten Reise vervollständigt. Nun das nächste Maleur: da ist doch in der Tat ein Portugiese ins Schiff gefahren und einfach abgehauhen. Ich war zu der Zeit leider nicht auf der nOa. Das er es nicht bemerkt hat kann er jedenfalls nicht erzählen, Damian, mein Nachbar meinte noch, ich solle mal schauen, bei dem Portugiesen sei das ganze Radar kaputt. Als ich dan schaue kommt schon ein wenig die Wut hoch, eine 25mm Edelstahlstange die meine Solarpaneele und den Windgenerator hält ist komplett verbogen. Echt super, so langsam finde ich Portugal wieder ein wenig blöd.

Weihnachten verbringe ich dann bei Freunden in Sesimbra mit reichlich Bacalau, eine Portugiesische Spezialität und Wein. Der Arm ist nun auch aus der Schlinge und will wieder bewegt werden, so kann ich auch mal endlich wieder ordentlich schreiben und was an der Webseite machen 😀

Zu Silvester kommen dann Robert und Heidi von den Azoren her geflogen. Nach knapp eineinhalb Jahren auf den Azoren sagen sie müssen sie mal endlich wieder in eine richtige Stadt. Naja, da hat Lissabon schon was zu bieten. So kommen wir gemeinsam am Rio Tejo in das neue Jahr. Bemerkenswert finden wir die Stimmung, kein lautes Geböllere in der Stadt, ein Feuerwerk auf dem Fluss und alle haben Spaß daran, kaum Betrunkene und alle haben gute Laune, schon schön.

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