La Coruna nach Lissabon

So, der Wind steht wieder günstig ein paar Tage, wenn’s gut läuft komme ich in einem bis Cascais durch. Nun heißt es Abschied nehmen von den noch verbliebenen: Dagmar und Dietmar, die beiden werde ich dann wohl im Süden Portugals wiedersehen sowie Peter und Lucy, die beiden lassen Ihr Schiff über den Winter in La Coruna und kommen erst im Frühjahr wieder.

Dienstag den 4.10 11 Uhr geht es dann los. Zuerst noch ein wenig gegen den Wind, der dreht dann aber wie in den GRIB Daten vorhergesagt . . . Wie heißt es da immer so schön Du darfst den GRIB Daten nicht trauen, aber vertrauen in die Daten ist immer gut 😉 So segele ich dann die nächsten Stunden die Küste entlang. Eine Weile geht alles gut, je weiter ich aber um das Kap herum segeln muss wird der Schwell immer schlimmer . . . die Costa del Morte trägt ihren Namen nicht zu unrecht, die eine Welle kommt von Steuerbord, die andere gleich von Backbord. Irgendwann wird es mir dann zu bunt. Um 22 Uhr werfe ich den Motor an, das schlagen der Segel ist ja nicht mehr auszuhalten. Das wird dann zwar darin enden, das ich wieder die ganze Nacht motoren muss, aber direkt nach dem Cabo Finisterre gibt es aber den Ria Muros, da will ich dann rein. Um 2 Uhr in der Nach bin ich dann endlich am Kap vorbei, die Wellenreflektionen hören auch gleich merklich auf, und . . . ein leises Lüftchen weht, also Segel wieder hoch. Mit 2,5 Knoten Fahrt geht es nun nach Süden, schön da kann ich mich ja erst mal hinlegen. Jetzt muss ich nur noch im Stundenrhythmus aufstehen und schauen das alles gut läuft, da erhole ich mich wieder ein wenig. Am 6.10 morgens wird der Wind dann wieder weniger, der Schwell dafür aber mehr, die Segel fangen wieder fürchterlich an hin und her zu schlagen. Ok, so kann das nicht weitergehen. Leider habe ich in der Nacht noch den Kurs wieder ein wenig von der Küste weg korrigiert, das muss ich nun wieder zur Küste hin motoren. Wenn es gut läuft bin ich dann am späten Nachmittag / frühen Abend in Figuera da Foz. 19:00 Uhr komme ich an, fein. So kann ich mir auch noch ein wenig die Stadt anschauen, Internet geht auch, alles gut. Mir gegenüber liegen Anett und Hernik von der 7Seas mit ihren 3 Sprösslingen unterwegs auf einer Comfortina. Ist ja schon ein wenig eng wie ich finde, aber es lässt sich ja alles organisieren.

So verbringen alle den nächsten Tag noch damit auf den passenden Wind zu warten. Am nächsten morgen geht es dann aber los. Ich bin der erste und sehe dann wie später das Schwedenpärchen aus dem Hafen ausläuft und dann noch die 7Seas. Die Schweden laufen mit Segel und Motorunterstützung schnell an mir vorbei. Die 7Seas überholt mich dann am späten Nachmittag, kein Wunder, die segeln auch mit Spinnaker und allem. Mir ist das im Augenblick zu viel Umstand, gerade wo der Wind so unbeständig weht, segelbergen und setzen ist allein echt schon ein Aufwand. Zeit genug hab ich ja, ob ich jetzt den nächsten morgen um 9 oder um 11 ankomme ist nicht kriegsentscheidend.

Am nächsten Morgen in Cascais, das ist ja nett, die Mädels vom Empfang erkennen mich sogar wieder, klasse! Zum einchecken gab es dann auch gleich erst mal wieder einen Wein. Hat sich nichts geändert die ganzen Jahre. Super ist ja auch mit einem großen Schiff allein zu reisen, da fragen die mich doch tatsächlich ob der Hafenmeister mit dem Dinghy vorbeikommen soll um mir den Weg zur Box zu zeigen und beim festmachen mitzuhelfen. Gerne, da sag ich nicht nein, der Hafen ist ja nicht billig, da sollen sie auch mal ruhig ein wenig was fürs Geld tun.

Das da dann auch gleich zwei kommen um zu helfen fand ich dann auch ein wenig übertrieben, aber gut. Wieder viele nette Eigner hier, mein Nachbar, aus Neuseeland ist ja auch schon ein wenig ‚rumgekommen. Schräg gegenüber ein Niederländisches Pärchen die mit der ARC über den Atlantik wollen. Zu zweit mit zwei Kindern auf einem 20 Meter Schiff mit Trampolin . . . alles dabei, sie müssen nur ein wenig reparieren lassen. Wassereinbruch durchs Waschbecken, Ruderstock etc., ein Generator wird noch aus Leixos geliefert. Das blöde wenn man mit der ARC fährt ist ja die ganze Ausrüstung die mitgeführt werden muss. Vieles ist ja sinnvoll aber nicht alles nötig. Die Leute von der ARC kontrollieren aber wirklich alles, geht was nicht muss es in jedem Fall repariert werden. Puh, und dann kostet das ja auch noch da mitzufahren.

Jetzt geht es erst mal daran alles für den Dezember vorzubereiten. Listen mit zu besorgenden Sachen machen, etc., pp. Immerhin kommt ja Toni mit dem Motor vorbei und da kann er alles mitbringen, stellenweise ist es schwierig hier die passenden Teile zu bekommen. Anderes ist hier extrem günstig, das Internet zum Beispiel. Eine LTE Flatrate für 30 EUR im Monat, und das ohne Vertrag, da können sich die Deutschen mal ’ne Scheibe von abschneiden.

Dann fahre ich mal beim Tagus Yacht Center vorbei, der Sergio ist ja wirklich nett, alle Arbeiten die ich angehen möchte lassen sich dort auch erledigen. Das ist ja ein Traum, wäre ich nur damals mit der RazFaz noch so weit gekommen, da wäre ich sicherlich nicht so reingefallen wie in Cascais. Gut, dafür habe ich ja damals in Cascais viele neue Freunde gefunden, so hat alles noch sein Gutes.

So, ein paar Tage bleibe ich noch in Lissabon, in der Marina da Alcantara. Schön ist es dort aber nicht. Die Brücke des 25 April hört man noch bis hier her. Bis in die Stadt sind es 20 min zu Fuß oder 3 EUR mit der Straßenbahn. Dann ist der Hafen noch teurer als der in Cascais, da kann ich mich ja gleich wieder dorthin legen, schöner ist es in Cascais allemal. So erkunde ich ein wenig die Gegend um den Hafen und die Stadtteile vor Ort. Schön ist es da ja auch und einen Vorteil hat es auch: es sind nicht so viele Touristen dort. In der Innenstadt höre ich ja fast mehr Englisch, Französisch und Deutsch als Portugiesisch. Eigentlich immer ein wenig schade bei diesen großen Städten, so passen sie sich immer weiter den Touristen an und nicht umgekehrt. Ich bin ja schon echt froh mal in der Altstadt in eine leere Gasse einzubiegen, ich hab dann gleich das Gefühl hier als erster Tourist hinzukommen . . . ist natürlich nicht wahr . . . aber einen kurzen Augenblick fühlt man sich als richtiger Entdecker.

So, einen richtigen Supermarkt habe ich in Lissabon auch nicht gefunden, also geht es wieder zurück nach Cascais. Die Kobold hat sich auch schon für die nächsten Tage angekündigt. Es wäre ja schön, wenn wir uns dort alle noch einmal wiedertreffen können. Noch viel später wird es schwierig, die Hera und die Kobold fahren weiter in die Karibik, da schließt sich ja das Zeitfenster und ein wenig was anderes wollen sie ja auch noch sehen. Dagmar und Dietmar von der Inula kommt dann später.

Super, beim erneuten einchecken in der Rezeption wieder ein großes „Hallo“ und nochmal eine Flasche Wein abgestaubt 🙂 Da kann ich mich ja fast dran gewöhnen. Nächste Woche soll es aber weiter gehen. Die Mädels von der Rezeption raten mit in jedem Fall in Sesimbra vorbeizuschauen. So will es es denn auch machen, zuerst Sesimbra, dann Setubal, dann auf Richtung Tagus noch ein paar Tage in Seixal zum ankern.

  • Einfahrt zum Rio Tejo
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  • Rio Tejo Lissabon im Blick
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  • Diese süssen kleinen Strassenbahnen
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  • Blick auf den Tejo
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  • Rua Agusta Arch
  • Ministerio da Justicia
  • Mittags am Park
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  • Verfallene Häuser, davon gibt esd leider viel zu viel
  • Mittagspause im Park
  • Schicke Kneipennamen
  • Der da nicht lesen kann wird hart gebremst
  • Der arme Kleine wird kurz durchgelüftet
  • Statue an der Avenue de Liberdad
  • Friedhof in Lissabon
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  • Die kaufen Häuser . . . da haben sie aber noch was vor ;-)
  • Bucht von Cascais bei Vollmond
  • Cascais in der Nacht
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